Sie fragen einen Webentwickler nach einem Angebot und bekommen als Antwort: „Das hängt davon ab — ich rechne nach Stunden ab.” Was bedeutet das konkret, und wie unterscheidet es sich vom Festpreis? Ein ehrlicher Vergleich.
Abrechnung nach Stundensatz
Beim Stundensatz zahlen Sie für jede Stunde, die an Ihrer Website gearbeitet wird. Der Stundensatz liegt bei freien Entwicklern in Deutschland typischerweise zwischen 60 und 120 €.
Das klingt zunächst fair — Sie zahlen nur, was tatsächlich gearbeitet wird. Das Problem: Sie wissen vorher nicht, wie viele Stunden das sein werden. Aus einer geplanten 20-Stunden-Seite können schnell 35 Stunden werden, wenn Anforderungen sich ändern, technische Probleme auftauchen oder Feedback-Schleifen länger werden als erwartet.
Das Risiko liegt beim Auftraggeber. Am Ende zahlen Sie, was die Uhr zeigt — egal ob das Ergebnis Ihren Erwartungen entspricht oder nicht.
Festpreis
Beim Festpreis wird der Umfang vorab klar definiert: Was soll die Website leisten, wie viele Seiten, welche Funktionen? Auf dieser Basis wird ein Preis vereinbart, der sich nicht ändert.
Unvorhergesehene Arbeit auf Entwicklerseite ist nicht Ihr Problem. Wenn etwas technisch aufwändiger ist als erwartet, liegt das Risiko beim Entwickler — nicht bei Ihnen.
Das gibt Ihnen Planungssicherheit. Sie wissen von Anfang an, was die Website kostet. Kein böses Erwachen bei der Rechnung.
Wann macht Stundensatz Sinn?
Für laufende Zusammenarbeit, kleine Änderungen oder Aufgaben, bei denen der Umfang wirklich nicht abschätzbar ist, kann ein Stundensatz sinnvoll sein — etwa bei der Pflege einer bestehenden Website oder der Entwicklung einer komplexen Webanwendung.
Für ein klar definiertes Website-Projekt ist der Festpreis für den Auftraggeber fast immer die bessere Wahl.
Wie ich abrechne
Ich arbeite bei Website-Projekten grundsätzlich mit Festpreisen. Vor Projektstart definieren wir gemeinsam, was die Website leisten soll — dann erhalten Sie ein konkretes Angebot. Was danach kommt, kostet nicht mehr als vereinbart.
Einzige Ausnahme: Zusatzwünsche, die nach Projektstart entstehen und über den vereinbarten Umfang hinausgehen. Die werden transparent besprochen, bevor ich anfange.